Johannes Eibl gewinnt die Andreas-Kröll-Trophy 2025: alle Ergebnisse und Fotos

Johannes Eibl holt erstmals für Österreich die Andreas-Kröll-Trophy mit einem 23:11-Finalsieg über Vorjahresfinalist Prakhar Gupta. Im Doppel triumphieren Michael Domanig und Clemens Streitberger im Finale gegen Elias Lamprecht & Caroline Kilga.

Die zweite Ausgabe des ALPENQUIZ endete am 29. März im Innsbrucker Mariatheresia mit dem ersten österreichischen Sieg bei der Andreas-Kröll-Trophy, dem Bewerb der 32 besten Einzelspieler und -spielerinnen aus Österreich und der Schweiz: Johannes Eibl, bereits bei der Premiere im Jahr 2024 auf Platz vier bester Österreicher, gewann nicht nur alle drei Vorrunden-Partien (gegen Renato Carlotti, Renate Schär und Tom Krutzler), sondern auch seine Viertel- und Halbfinal-Duelle sowie das große Finale gegen Kontrahenten aus der Schweiz (Monika Sarbach, Kay Wacker und Prakhar Gupta).

Das Endspiel endete nach einem spannenden Matchverlauf mit einigen Führungswechseln mit einem 23:11-Sieg für "Wickie" gegen Prakhar Gupta, der damit nach 2024 erneut Zweiter wurde. Damals hatte Prakhar das Endspiel gegen seinen Schweizer Kollegen Rajan Thambehalli verloren. Unser österreichischer Sieger war erst durch die ÖQV-Wildcard einige Tage vor dem Finalturnier in den Bewerb gerutscht.

Lest auch Tom Krutzlers Eintrag in seinem Quiz-Blog für quizaustria.at über das Alpenquiz 2025

Die weiteren österreichischen Viertelfinalist:innen Thomas Doppelreiter, Claudia Lösch und Michael Schimek schieden in den Kreuzspielen gegen drei Schweizer aus, nachdem sie - wie auch Florian Mehlmann, der unglücklich ausschied - alle drei Matches in der Gruppenphase gewonnen hatten.

Im für die 2025er-Ausgabe neu geschaffenen Doppel-Bewerb siegten Michael Domanig und Clemens Streitberger mit einem Finalsieg über Elias Lamprecht und Caroline Kilga. Davor waren beide Halbfinal-Duelle ins Buzzer-Stechen gegangen. Insgesamt stellten sich sieben österreichische und ein Schweizer Doppel den kniffligen Fragen, die vom Weltklasse-Quizzer Dean Kotiga aus Kroatien, der DQV-Präsidentin Kassi Kokkala sowie Alexander Feist, Katrin Tanzer und Stefan Pletzer aus Österreich zusammengestellt worden waren.

Dem ÖQV ist es ein Bedürfnis, sich bei allen Unterstützer:innen des ALPENQUIZ 2025 zu bedanken, ohne denen ein möglichst reibungsloser Ablauf des Final-Events sowie der Qualiphase und der Halbfinale-Events nicht möglich gewesen wäre:

Bei allen Lokalen, in denen Quali- (Tribaun und Brennpunkt in Innsbruck, Na-nÓg in Wien, The Office Pub in Graz, diverse Lokale in Vorarlberg) und Halbfinal-Events (Tiroler Bier Halle in Innsbruck, Plutzer Bräu in Wien, The Office Pub in Graz) stattfanden sowie beim Mariatheresia (Final-Event).

Bei allen Moderatoren der Halbfinal-Events (Alexander Feist in Wien, Nicholas Martin in Graz, Stefan Pletzer in Innsbruck), allen Moderatoren, Spielleitern und Spielleiterinnen und Schiedsrichtern im Finalturnier (Michael Schimek, Thomas Krutzler, Rainer Patzl, Michael Domanig, Andreas Stolz, Markus Klein, Stefan Wiborny, Franz Eichhorn, Astrid Rief, Daniel Leitner, Nicholas Martin, Stefan Pletzer).

Bei allen Fragenautoren und -autorinnen in den Quali-Events (Eva Auterieth, Franco Sottopietra, Martin Haas, Andreas Stolz, David Schlager, Michael Schimek, Stefan Pletzer), im Halbfinale (Stefan Pletzer) und im Finalturnier (Dean Kotiga, Kassi Kokkala, Alexander Feist, Katrin Tanzer, Stefan Pletzer), sowie bei Peter Lochmann für die Fragen-Kategorisierung und bei Nicholas Martin für die Qualitätssicherung.

Beim Schweizerischen Quiz-Verband, repräsentativ bei Präsident Markus Klein, für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Bei allen helfenden Händen bei Auf- und Abbau und unzähligen weiteren organisatorischen Kleinigkeiten, speziell bei Astrid Rief, sowie bei der Quizkultur, namentlich Lukas Lipp, für die gigantische Präsentations-Software der Duelle im Finalturnier.

Obwohl er es leider nicht mehr lesen kann, beim Stifter dieses großartigen Events, Andreas Kröll.

Und natürlich bei allen Spielern und Spielerinnen in der Quali, in den Halbfinal-Events und dem Finalturnier. Ohne euch wäre sowieso alles sinnlos 🙂 Hoffe, ihr hattet viel Freude beim Quizzen!

Alle Ergebnisse

Finale
Prakhar Gupta (SUI) 11 vs 23 Johannes Eibl (AUT)

Halbfinale
Johannes Eibl (AUT) 0 vs -8 Kay Wacker (SUI)
Prakhar Gupta (SUI) 10 vs 0 Norwin Amiet (SUI)

Viertelfinale
Johannes Eibl (AUT) 14 vs -5 Monika Sarbach (SUI)
Prakhar Gupta (SUI) 17 vs 5 Thomas Doppelreiter (AUT)
Claudia Lösch (AUT) 5 vs 21 Kay Wacker (SUI)
Norwin Amiet (SUI) 14 vs -9 Michael Schimek (AUT)

Finale Doppel
Michael Domanig & Clemens Streitberger 11 vs -10 Elias Lamprecht & Caroline Kilga

Halbfinale Doppel
Franz Eichhorn & Stefan Wiborny 7 vs 7 Elias Lamprecht & Caroline Kilga (Elias & Caroline im Buzzer Shoot-out)
Michael Domanig & Clemens Streitberger 9 vs 9 Ivo Ramoni & Daniel Leitner (Michael & Clemens im Buzzer Shoot-out)

Tabelle Gruppenphase Schweiz (Name / Punkte / Matchpunkte)
1 Prakhar Gupta 6 57
2 Norwin Amiet 4 41
3 Kay Wacker 4 35
4 Monika Sarbach 4 32
5 Piyush Singh 4 19
6 Marco Gadmer 4 14
7 Marcel Zumstein 2 42
8 Markus Klein 2 35
9 Markus Walser 2 17
10 Renate Schär 2 16
11 Charlie Sarbach 2 13
12 Ramon Lock 2 2
13 Rajan Thambehalli 2 -21
14 Renato Carlotti 0 28
15 Andy Vetter 0 7
16 Andrin Altherr 0 4

Tabelle Gruppenphase Österreich (Name / Punkte / Matchpunkte)
1 Johannes Eibl 6 56
2 Claudia Lösch 6 51
3 Michael Schimek 6 49
4 Thomas Doppelreiter 6 38
5 Florian Mehlmann 6 37
6 Franco Sottopietra 4 62
7 Andreas Stolz 4 35
8 Patrick Nimmervoll 4 27
9 Bernd Fruhwirth 3 17
10 Simone Streith 2 28
11 Rainer Patzl 2 24
12 Thomas Krutzler 2 9
13 Julia Sailer 2 3
14 David Schlager 2 10
15 Wolfgang Häusler 1 2
16 Lukas Emerich 0 17

Tabellen Gruppenphase Doppel
Gruppe A
1 Franz Eichhorn & Stefan Wiborny 4 52
2 Ivo Ramoni & Daniel Leitner 4 12
3 Inga Rodermund & Pascal Neumer 2 8
4 Astrid Rief & Amara Trnovac-Shata 2 1

Gruppe B
1 Michael Domanig & Clemens Streitberger 6 51
2 Elias Lamprecht & Caroline Kilga 2 22
3 Judith Mehlmann & Andreas Angerer 2 6
4 Sabine Urban & Bettina Loos 2 -2

Franz Eichhorn & Stefan Wiborny 14 vs 19 Inga Rodermund & Pascal Neumer
Astrid Rief & Amara Trnovac-Shata -8 vs 20 Ivo Ramoni & Daniel Leitner
Sabine Urban & Bettina Loos 4 vs -5 Judith Mehlmann& Andreas Angerer
Elias Lamprecht & Caroline Kilga 9 vs 21 Michael Domanig & Clemens Streitberger
Andy Vetter 8 vs 20 Monika Sarbach
Ramon Lock 3 vs 2 Thomas Krutzler
Johannes Eibl 18 vs 12 Renato Carlotti
Andreas Stolz -5 vs 15 Piyush Singh
Andrin Altherr 9 vs 19 Claudia Lösch
Michael Schimek 26 vs 10 Marcel Zumstein
Florian Mehlmann 9 vs 6 Kay Wacker
Thomas Doppelreiter 11 vs 10 Norwin Amiet
Patrick Nimmervoll -3 vs 9 Rainer Patzl
Markus Walser 0 vs 21 Markus Klein
Marco Gadmer 0 vs 26 Prakhar Gupta
Franco Sottopietra 24 vs 6 David Schlager
Charlie Sarbach -1 vs 21 Simone Streith
Wolfgang Häusler 0 vs 0 Bernd Fruhwirth
Rajan Thambehalli -10 vs 14 Renate Schär
Julia Sailer 9 vs 8 Lukas Emerich
Elias Lamprecht & Caroline Kilga 7 vs 0 Sabine Urban & Bettina Loos
Michael Domanig & Clemens Streitberger 9 vs 2 Judith Mehlmann & Andreas Angerer
Astrid Rief & Amara Trnovac-Shata 5 vs 19 Franz Eichhorn & Stefan Wiborny
Ivo Ramoni & Daniel Leitner 3 vs -2 Inga Rodermund & Pascal Neumer
Johannes Eibl 18 vs 1 Renate Schär
Franco Sottopietra 25 vs 4 Simone Streith
Ramon Lock -4 vs 13 Claudia Lösch
Thomas Krutzler 14 vs 12 Rainer Patzl
Prakhar Gupta 16 vs 11 Markus Klein
Florian Mehlmann 12 vs 6 Renato Carlotti
Charlie Sarbach 16 vs 3 Lukas Emerich
Marcel Zumstein 13 vs 23 Patrick Nimmervoll
Julia Sailer -1 vs 10 Piyush Singh
Andrin Altherr -13 vs 12 Thomas Doppelreiter
Norwin Amiet 12 vs -1 Wolfgang Häusler
Bernd Fruhwirth 8 vs -14 Rajan Thambehalli
Markus Walser 9 vs 14 Andreas Stolz
Kay Wacker 16 vs 7 Andy Vetter
Monika Sarbach 4 vs 10 Michael Schimek
David Schlager 4 vs 10 Marco Gadmer
Inga Rodermund & Pascal Neumer -9 vs 4 Astrid Rief & Amara Trnovac-Shata
Franz Eichhorn & Stefan Wiborny 19 vs -11 Ivo Ramoni & Daniel Leitner
Judith Mehlmann & Andreas Angerer 9 vs 6 Elias Lamprecht & Caroline Kilga
Sabine Urban & Bettina Loos -6 vs 21 Michael Domanig & Clemens Streitberger
Kay Wacker 13 vs 9 Bernd Fruhwirth
Marco Gadmer 4 vs -2 Charlie Sarbach
Wolfgang Häusler 3 vs 26 Andreas Stolz
Thomas Krutzler -7 vs 20 Johannes Eibl
Michael Schimek 13 vs 3 Ramon Lock
Andy Vetter -8 vs 3 Rajan Thambehalli
Markus Walser 8 vs -6 Piyush Singh
Andrin Altherr 8 vs 16 Florian Mehlmann
Thomas Doppelreiter 15 vs 13 Franco Sottopietra
Prakhar Gupta 15 vs 3 Rainer Patzl
David Schlager 14 vs -5 Julia Sailer
Renato Carlotti 10 vs 19 Claudia Lösch
Lukas Emerich 6 vs 19 Marcel Zumstein
Monika Sarbach 8 vs 1 Renate Schär
Simone Streith 3 vs 19 Norwin Amiet
Patrick Nimmervoll 7 vs 3 Markus Klein

Zeitplan
11:30 Doors open
11:45 Auslosung Einzel und Doppel: Die Anwesenheit der Teilnehmer:innen ist nicht erforderlich, aber wenn ihr schon da seid, sehr gern
13:00 Begrüßung und offizieller Start
13:20 Erstes Match
~16:50 Letztes Match Gruppenphase
-Pause und Abendessen-
19:30 Beginn Finalphase für die besten acht Einzelspieler:innen und besten vier Doppel
22:00 Finale Einzel

Über den richtigen Zeitpunkt, den Mund aufzumachen, oder einfach die Klappe zu halten

Da (fast) niemand mehr Berichte ganz liest, zäume ich das Pferd von hinten auf und beginne mit dem finalen Showdown:

Innsbruck, 29.3.2023, 21 Uhr, Mariatheresia (also, das Lokal)

Auf der Schweizer Seite Prakhar "I'll pass and then I make a guess" Gupta, der auch schon im Vorjahr im Finale gestanden ist.

Auf der österreichischen Seite Johannes Eibl, eigentlich nur durch eine Wild Card des Verbandes in den Bewerb gekommen (aber verdient, immerhin war er im Vorjahr mit Platz 4 beste Person aus Österreich. 

Das Finale war nicht nur ein Duell zwischen Österreich und der Schweiz, sondern auch zwischen Deutsch und Englisch, das aber in gewohnter Weise äußerst souverän von Nicholas Martin "gemanagt" wurde. Würde sich der ÖQV wieder als "perfect host" erweisen, und den Sieg dem SQV überlassen?

Johannes begann stark und erzielte eine 11:0 Führung, aber Prakhar verkürzte den Rückstand gleich auf 11:7 und ging in weiterer Folge in Führung. Etwa zur Halbzeit stand es 24:11 und für Johannes wurde es laut Nick "langsam knapp".

Dann profitierte er jedoch von Prakhars einzigem Fehler, der Malayische Autohersteller "Proton" wurde nicht nur nicht erkannt, sondern verwechselt und so stand es drei Fragen vor Schluss 17:17.

Johannes entschied sich dann überraschend für Mode und Kosmetik und konnte dank Kenntnis von Christian Diors frühem Tod die Führung zurückholen.

Eine 7er Frage blieb ohne Antwort, so entschied die allerletzte Frage nach 9 Stunden den Event: In welchem Jahr fanden die ersten Olympischen Winterspiele außerhalb Europas und Nordamerikas statt?

Auch diese Frage wurde nicht richtig beantwortet, und somit stand mit Johannes Eibl der erste österreichische Sieger des Alpenquizzes fest. Prakhar kann sich immerhin erneut über Platz 2 und den inoffiziellen Titel "bester Schweizer" freuen. (Freuen können sich auch all jene, die die richtige Antwort auf die letzte Frage wissen, kommt doch zu einem Quiz-Event eurer Wahl in einem Land eurer Wahl!)

Im rein männlichen Halbfinale stand Johannes drei Schweizern gegenüber (schon wieder). Zwischenzeitlich (um das Wort einmal richtig zu verwenden) sah es auch wieder danach aus, dass zwei Schweizer das Finale bestreiten, aber Johannes Eibl gelang der Turnaround gegen Kay Wacker, mit dem vermutlich historischen Ergebnis von "0 : -8" (siehe Titel). Im rein Schweizer Halbfinale setzte sich Prakhar gegen Norwin Amiet durch.

Neben der Andreas Kröll Trophy gab es diesmal auch einen Doppelbewerb, der von den beiden Verbänden mit 1.000 Euro dotiert war. Im Final(e) gewannen Michael Domanig & Clemens Streitberger gegen Caroline Kilga  & Elias Lamprecht wobei das Siegerteam schon drei Fragen vor Schluss feststand.

Denkbar knapp war die Entscheidung im Semifinale, wo beide Partien ins Buzzer Shoot-out gingen, die erste sogar ein wahrer Nägelbeißer war, der sich erst in der vierten Frage entschied.

Weitere Semifinalteilnehmer waren Ivo Ramoni & Daniel Leitner und Franz Eichhorn & Stefan Wiborny. Im ersten Semifinale gab es auch noch die Prognose eines Teilnehmers über eine nicht getraute Antwort:  "Das wird uns noch leid tun."

Insgesamt acht Doppel hatten sich in zwei Vierergruppen (Round Robin Modus) die Semifinalplätze ausgematcht und dabei spannende Duelle geliefert.

Zurück zum Einzel:

Die Viertelfinali (die Viertelfinals für die Leserinnen aus der Schweiz) verliefen allesamt ähnlich, schnell setzte sich die eine Person ab, und die andere konnte den Rückstand nur noch verkürzen. Dabei zeigte sich auch, dass richtige Antworten leichter zu finden sind, wenn der Druck weg ist, aber auch das ist das Wesen des Quizzes. Oft bemüht, aber daheim auf dem Sofa ist es immer leichter als vor Publikum, selbst wenn einem das gewogen ist.

Apropos Publikum: Traditionsgemäß wurden nicht von den Kandidatinnen beantwortete Fragen ans Publikum weitergegeben, und fast immer fand sich dabei die richtige Lösung, selbst bei Fragen nach Chan Chan oder Kaolin (so, wem das was sagt, die/ der sollte sich wirklich! bei Quiz-Events anmelden).

Die Vorrundenphase wurde im Champions' League Modus gespielt, wie es sich für echte Champions geziemt, d.h. jede Person spielte drei Partien, die völlig zufällig ausgelost wurden (ok, für die Nerds, natürlich konnte man nicht zweimal gegen die gleiche Person spielen, und auch nicht gegen sich selber).

Mein Lieblingsresultat der Vorrunde: ein ehrenhaftes 0:0 zwischen Wolfgang und Bernd, wo beide sich die gewussten Antworten durch falsche wieder zunichte machten.

Diese Vorrundenmodus und das Format der Duelle (8 Fragen mit Wertigkeit von 4 bis 7) sorgte auch für einige Überraschungen. So schafften es die beiden "Legenden" Marcel Zumstein und Franco Sottopietra jeweils knapp nicht ins Finale, weil das Sample mit insgesamt 24 Fragen, von denen man nur 12 selber als erster bekommt, halt doch recht klein ist, und Pech und Glück oft nahe beieinander liegen. Auch dem Vorjahressieger Rajan Thambehalli gelang der Sprung ins Viertelfinale nicht. Das ist aber durchaus im Sinne des Erfinders Andreas Kröll, der bewusst einen hohen Zufallsfaktor einbauen wollte. Sonst wäre es ja ohnehin langweilig, wenn immer das gleiche passiert und die gleichen Leute gewinnen.

Ein wesentlicher Unterschied zu sonstigen Quizformaten ist ja, dass man potentiell dreifach für eine falsche Antwort bestraft wird. Nicht nur bekommt man keine Punkte für eine richtige Antwort (ok, das ist normal), man bekommt diese Punkte auch noch abgezogen (iihh) und die gegnerische Person kann dann noch "abstauben" (oohh), d.h. aus einer 7 Punkte Führung kann im Extremfall ein 7 Punkte Rückstand werden.

Eingedenk dessen gab es sehr oft den Fall, das die richtige Antwort nicht gegeben wurde, weil sich die Person nicht 100% sicher war, während man sonst mit dem "estimated", "lucky" oder "wild"  guess oder gar der berühmten Person "Smith" (wenn die Frage nach dem PDC-Dartweltmeister von 2023 oder dem Agenten in Matrix ist) reüssieren kann.

Nach der Vorrunde wurde eine Tabelle erstellt, wo die besten vier Personen jedes Verbandes ins Viertelfinale aufstiegen. Dabei zeigte sich ein deutlicher Unterschied. Während Ersatzteilnehmer Florian Mehlmann trotz dreier Siege den Aufstieg verpasste, reichten drei Schweizer Personen zwei Siege, um in den Top 4 zu sein.

Organisatorisches:

Zur großen Überraschung meinerseits (und einiger weiterer befragter Personen) wurde der Zeitplan "übererfüllt", obwohl der Bewerb sogar mit einer leichten Verspätung begonnen hatte. Insofern würde sich eine zusätzliche Runde in der Vorrunde anbieten (Dauer etwa eine Stunde), was wohl verhindern würde, dass man ausscheidet, obwohl man alles gewonnen hat. Und vor der "Punktedifferenz" könnte man noch die Anzahl der selbst richtig beantworteten Fragen als Entscheidungskriterium aufnehmen.

Zudem sollte man sich auf österreichischer Seite wegen des großen Erfolgs überlegen, ob der Verband nicht einfach die Tickets per Wild Card vergibt. Nein, das Letzte war natürlich ein Scherz.

Entsprechend der Wünsche der Angehörigen von Andreas Kröll wurden auch fleißig Spenden für die Kinderkrebshilfe gesammelt (wie schon beim Halbfinale).

Zwischendurch gab es eine Abendessenpause mit leckerem Essen und freundlichem Personal, wie überhaupt der Ort sehr angenehm und geeignet für die Veranstaltung war.

Gelungen ist diese natürlich vor allem dank der intensiven Vorbereitung und der guten Organisation des ÖQV-Teams. Insgesamt vier Spielstationen sorgten für einen reibungslosen und schnellen Ablauf. Anderseits führte das auch dazu, dass einige Partien im "intimen" Kreis zwischen spielenden und moderierenden Personen stattfanden. Das war ein bisschen schade und unverdient, weil viele Partien auch dank der launigen Moderation einen sehr hohen Unterhaltungswert hatten. 

Vereinzelt gingen auch Fragen ans Schiedsgericht, aber da fast mehr wegen technischer Pannen als wegen unklarer Antworten. Überhaupt verliefen beide Bewerbe insgesamt in sehr freundschaftlicher Atmosphäre, auch zwischen den Teilnehmenden aus der Schweiz und Österreich war die Interaktion deutlich größer als voriges Jahr, vermutlich auch weil einige Personen in beiden Blitzligen tätig sind, und natürlich auch, weil man sich im Vorjahr schon mal gesehen hat.

Das Wetter war auch bestens zum Quizzen geeignet, es regnete den ganzen Tag, somit waren die Teilnehmenden nicht von Gedanken des Sightseeings oder Eis essens abgelenkt. So soll es sein.

Moderierende (abgesehen vom Chefmoderator Nick in zufälliger Reihenfolge)

Nicholas Martin, Astrid Rief, Franz Eichhorn, Stefan Wiborny, Stefan Pletzer, Markus Klein, Daniel Leitner, Michael Schimek, Andreas Stolz, Thomas Krutzler

Organisationsteam:

Astrid Rief, Stefan Pletzer, Daniel Leitner

und natürlich auch Dank an die Organisatorinnen der Halbfinali und der Qualifikation fürs Halbfinale