Archiv der Kategorie: Sowieso Andi

Das Quiz im Corona-Winterschlaf – Ein Rück- und Ausblick

von Andi STOLZ

Viel zu schreiben gab es in letzter Zeit ja nicht. Deshalb will ich, sozusagen als Appetizer für die jetzt wieder anlaufende Quizsaison, über die letzten Quizausflüge im vergangenen Herbst berichten.

Multiquizzer aufgepasst!

Memmingen durfte im Herbst durchaus als einer der Quizhotspots im Süddeutschen Raum angesehen werden, der Prominenz anzieht. Über den Winter lag natürlich auch hier alles brach, aber unser letzter Ausflug nach Memmingen im August bzw. im September war ein Intensivprogramm.

Wir hatten die Gelegenheit insgesamt 9 verschiedene Quiz zu spielen. In diesem Zusammenhang will ich eine alte Idee aufgreifen (für die Zeit, sobald eine funktionierende Impfung da ist und auch verteilt wurde): Den Quizmarathon. Das wäre doch einmal ein Last Quizzer Sitting der anderen Art😉.

Falls diese Pläne noch verstaubt in irgendwelchen Schubladen herumliegen, ich wäre dabei. Formate egal, wer Erfahrungswerte braucht, in Memmingen haben wir derer genug.

Auch wenn uns das Wetter im September fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte (ausgerechnet an dem Tag begann es zu regnen), so war es doch ein wunderbarer Quiznachmittag/Abend. Memmingen wird zwar so ziemlich der letzte Ort sein, für den man noch Werbung machen müsste, trotzdem kann ich nur jeder und jedem, der Quizbegeisterung in sich trägt raten: Hinfahren, anschauen und vor allem: Mitmachen!

Weinsam statt einsam

Dass Claudia und ich des Öfteren weite Wege in Kauf nehmen um ein gutes Quiz zu spielen, dürfte nicht mehr das ganz große Geheimnis sein. So gerne ich meine regelmäßigen Pubquiz in Innsbruck und Tirol spiele und mir auch kaum ein Einzelquiz entgehen lasse, so sehr ist es auch eine Freude, ein neues Quiz kennen zu lernen, besonders wenn man auch noch persönlich eingeladen wird.

Diese Einladung erhielten wir schon für den Juli, leider kam uns damals akute und zwangsweise Quizpause in die Quere, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir begaben uns also an einem Freitag in das schöne niederösterreichische Weinviertel, genauer gesagt in den Ort Kleinweikersdorf, wo die zweite Ausgabe eines Pubquiz, erarbeitet und vorgetragen von Franz Eichhorn, einem Wiener Quizurgestein und selber begeistertem Quizreisenden, stattfand.

Dass es keine Großstadt mit Universität braucht um ein Pubquiz zu veranstalten hat spätestens das Quiz in Aflenz gezeigt. Auch im Niederösterreichischen Weinviertel, im Lokal Hier & Jetzt, lässt es sich vortrefflich quizzen - so vortrefflich, dass wir gleich zweimal dort waren und es wird garantiert nicht das letzte Mal gewesen sein.

Qualitativ und kreativ blieb der Quizabend nichts schuldig auch bei den Siegespokalen nicht, denn die Fotos von den Pokalen aus Legobausteinen habe ich herumgezeigt und die Reaktionen darauf waren extrem positiv.

Das Quiz kann nicht nur mit hervorragenden Fragen und perfekter technischer Unterstützung punkten, der Raum ist geradezu ideal. Man hat sehr viel Platz und sieht trotzdem perfekt auf die Leinwand. Besser geht es kaum.

Das gastronomische Angebot ist übrigens phantastisch, besonders der Weißwein. In dieser Umgebung wird einem sofort klar, warum das Zitat eines ehmaligen Wiener Bürgermeisters („Man bringe den Spritzwein“) in den österreichischen Sprachschatz eingegangen ist.

Go West

Die Überschrift bezieht sich nicht etwa auf die Schweiz, sondern auf das westlichste Bundesland Österreichs. Ja auch in Vorarlberg habe ich inzwischen ein Pubquiz gespielt und zwar in Dornbirn. Fragenautor ist niemand geringerer als Franco Sottopietra und er hat an dem Abend sein Talent nicht nur als Quizspieler, sondern auch als Quizautor mehr als nur unter Beweis gestellt.

Das Quiz in Dornbirn orientiert sich thematisch an den Kategorien der Ö80 und macht damit in doppelter Hinsicht Werbung für die Einzelquiz des ÖQV: Durch Ähnlichkeit und vor allem durch Qualität! Wie sein kongenialer Quizdoppelpartner Franz, kann auch Franco Fragen nicht nur zielgenau richtig beantworten, sondern auch stellen. Auch wenn der Innsbrucker Quizkalender sich jetzt wieder schnell füllen wird, den Weg nach Vorarlberg werde ich bald wieder beschreiten um an diesem Quiz wieder teilzunehmen, Mitreisende herzlich willkommen.

Auch hier will ich noch eine kulinarische Empfehlung abgeben, denn die Speisekarte im Spielboden war zwar klein, aber das Essen wirklich hervorragend. Die von mir gewählte Ofenkartoffel war so gut, dass ich unbedingt noch eine zweite essen musste.

Auf meiner Liste der „bequizzten“ Bundesländer waren Niederösterreich und Vorarlberg übrigens die Nummern 5 und 6. Es fehlen noch Oberösterreich, Kärnten und das Burgenland. Wer einen guten Tipp für mich hat, da wäre ich sehr dankbar.

Ganz allgemein freue ich (und sicher nicht nur ich) mich sehr auf die Rückkehr in richtige Lokale mit Pubquiz vor Ort. Auch meinen Blog hier wird das wieder beleben, denn meine Reiselust zum Quiz hat durch die Pandemie eher noch zugenommen.

Sowieso Andi mit etwas Verspätung

von Andi STOLZ

Diesmal bezieht sich die Überschrift auf das sehr späte erscheinen meiner Kolumne. Wir waren nämlich schon Ende Juni in Memmingen, doch unvorhergesehene Ereignisse haben meine Pläne „etwas“ durcheinandergebracht.

Dass der Deutschlandcup immer noch pausiert ist natürlich verständlich, doch nicht nur ich, auch alle anderen finden das sehr schade. In Memmingen haben wir das Glück, dass wir (im Sommer) die Möglichkeit haben, an der frischen Luft zu spielen und mit Christoph einen sehr engagierten Quizleiter, der wieder einen spannenden Nachmittag auf die Beine stellen konnte.

Wir konnten uns durch eine Vielzahl an Quizformaten spielen, wobei ich zwei Quiz hervorheben will: Erstens gab es ein Musikquiz, das mir ganz schön meine Grenzen aufgezeigt hat in dem Gebiet. Da es insgesamt jedoch sehr gut ausgefallen ist und ich nicht komplett abgestürzt bin, war der Schwierigkeitsgrad sehr gut gewählt. Das andere Quiz, das ich besonders erwähnen will, ist das Buzzerquiz. Es war sehr unterhaltsam und ich habe nicht schlecht gespielt und hätte alleine durchaus Siegeschancen gehabt, wenn, ja wenn nicht Christoph einen Tag der doppelten Geschwindigkeit erwischt hätte. Nicht nur ich, kein anderer Einzelspieler oder Team hatte auch nur den Hauch einer Chance. Ich bin nur selten bei einem Buzzerquiz so dergestalt untergegangen.

Wobei, ich muss mich ein wenig korrigieren, wer am Sonntag um 18:00 Zeit hat und sich das Radioquiz „Win or Sing“ auf Freirad anhört wird eine ähnlich horrende Niederlage in einer Buzzerrunde von mir erleben dürfen.

Vielen Dank für den tollen Nachmittag, beim kommenden Quiztreffen in Memmingen haben Claudia und ich die Ehre, ein KO Quiz beisteuern zu dürfen.

Sowieso andi in Zeiten von Corona

von Andi STOLZ

Etwas schlimmeres hätte meinem Blog ja gar nicht passieren können: Bars, die besten Sportstätten der Welt, müssen geschlossen bleiben... Nicht gerade ideal für unsere liebste Sportart, doch der Reihe nach.

Im März war ich tatsächlich noch zweimal unterwegs. Einmal in Landeck - dort haben Hannes und ich uns einem sehr netten Team angeschlossen und nur haarscharf den Sieg verpasst - und einmal in Zürich wo wir hauchdünn das Pubquiz gewinnen konnten und ich mich ärgern darf, dass meine hervorragenden 55 Punkte im Deutschlandcup nicht in die Wertung kommen.

Doch moderne Technik und Engagement und Findigkeit vieler Quizmaster*innen lassen das (fast) vergessen, denn das Angebot von wirklich hervorragenden Quiz ist vielfältig und vor allem reichhaltig. Ist man, dem Internet sei Dank, nicht mehr ortsgebunden, kann man spielen bis zum Umfallen. Das Angebot ist an manchen Tagen so vielfältig, dass man gleichzeitig mehrere interessante Quiz spielen könnte.

Böse Zungen könnten behaupten, für mich hätte sich sowieso nichts geändert, denn bis zum Tribaunquiz am 11. März, dem letzten Präcoronaquiztag für mich, habe ich es immerhin auf 51 Quiztage (Tage an denen ich mindestens ein Pubquiz oder Einzelquiz offiziell gespielt habe) in diesem Jahr gebracht (das sind ungefähr 5 Quiztage pro Woche, sogar ein wenig mehr, wenn man die erste Woche des Jahres herausrechnet). Doch wenn man nicht mehr in ein Pub gehen muss und (wie in meinem Fall immer wieder) nicht mehr längere Strecken in Kauf nehmen muss um ein Quiz zu spielen, sondern sich einfach auf die Couch legen kann und den Laptop einschalten kann, dann kann man „effizienter“ (sprich mehr) spielen. Reduziert habe ich meine Vielspielerei dadurch nicht gerade.

Was ich alles gespielt habe, darüber soll es eine „kleine“ Übersicht geben.

Jeden Tag (wenn ich nicht durch eine Kombination aus Homeoffice, anderen Livequiz und technischen Probleme daran gehindert werde) ist Kahoottag. Statt 2 mal in der Woche das Tribaunquiz in 3 verschiedenen Ausgaben zu genießen werden auf Kahoot die Fragen von Stefan Pletzer gequizzed. Meine Ergebnisse reichen von Platz 1 bis zu Platz irgendwo wo man keine Chance auf Punkte hat.

Dienstag gibt es gleich 2 Onlinequiz die ich auch schon im Pub das eine oder andere Mal gespielt habe. Aus Landeck kommen pünktlich um 18:00 10 Fragen per WhatsApp inklusive Challengerunde, die schon zu sehr witzigen Videos führt.

Um 19:30 sitzt dann gefühlt halb Quizösterreich vor dem Laptop und matcht sich bei den Fragen von Nick aus Graz. Sein hervorragendes Quiz fand und findet so großen Anklang und das von Anfang an, dass die IQA mehrere Anläufe brauchte, um mehr Zuseher zu haben als er. Die Idee, die Quizgemeinde über den Hintergrund entscheiden zu lassen ist witzig (auch wenn Teletubbies sicher nicht jedermanns und jederfraus Geschmack treffen).

Ebenfalls am Dienstag gibt es in Zürich ein Quiz von Rajan. Leider leider überschneidet es sich mit dem anderen Quiz. Einerseits schade, aber da das Quiz von Nick immer so hervorragend ist, ist die Motivation in meinem Quarantänequizchat so groß ist, dass wir das Quiz meistens noch am selben Abend nachspielen. Die Fragen sind fantastisch und lenken eine Diskussion schon manchmal in eine so absurd witzige Richtung, dass mir die Tränen vor Lachen kommen.

Apropos IQA, auch deren Quiz spiele ich 2 bis 3mal pro Woche. Die IQA bietet von Quiz mit sehr leichten bis zu Quiz mit sehr anspruchsvollen Fragen eine breite Bandbreite an.

Jeden Montag gibt es auch ein Quiz aus dem Galway. Die Besonderheit dabei ist, dass jeder Mitspieler und jede Mitspielerin Fragen beisteuert. Zieht das Ganze leider etwas in die Länge, die Fragen sind aber sehr vielfältig und interessant.

Aus Graz gibt es übrigens noch ein Quiz und zwar jeden Donnerstag von Adrian. Auch das Musiq feiert ein Comeback und zwar jeden Mittwoch.

Was habe ich sonst noch gespielt? Ahja, ich habe mich an einem Quiz aus Linz versucht, ein weiteres Musikquiz habe ich probiert, 2 private Quiz habe ich gespielt und eine liebe Mitspielerin aus Graz hat mich auf ein Quiz aus Irland gebracht The Big Nerd Pubquiz. Letzteres ist wirklich sehr interessant, kann ich nur empfehlen.

Einzelquiz gibt es übrigens auch zur Genüge. Der ÖQV stellt in Zeiten von Corona die Quiz zum Daheimspielen zur Verfügung, der Schweizer Quizverband (dort haben Claudia und ich die Ehre, im Juli als Autoren für ein Swiss Quiz fungieren zu dürfen) ebenfalls, der DQV stellt ein Trainingsquiz aus eingereichten Fragen zusammen und Christoph Paninka erstellt jedes Monat ein Spezialquiz in einer Kategorie und schickt es jeder und jedem der will per Mail zu. Bei dem Quiz gibt es sogar kleine Preise zu gewinnen, das kann ich nur wärmstens empfehlen.

Man sieht die Auswahl ist riesig und diese Liste ist nur der kleine Ausschnitt der Quiz die ich spiele. Ich persönlich kann es kaum erwarten, bis ich wieder in einer Bar meinem liebsten Hobby nachgehen kann, das soll aber keinesfalls heißen, dass mir die Onlinequiz keinen Spaß machen. Ich will mich deshalb bei allen Autorinnen und Autoren rund um die Welt ganz herzlich für die vielen tollen Fragen bedanken und vor allem für den wertvollen Beitrag, den ihr alle für den Quizsport leistet.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wer mich nicht nur literarisch sondern auch beim Quiz im Fernsehen erleben will, Claudia und ich sind heute ab 18:20 auf ORF1 in der Sendung „Q1 – Ein Hiwneis ist falsch“ zu sehen und ab 19:35 kann man Martin Haas auf Servus TV zu Gesicht bekommen in der Sendung „Quizmaster“.

Vom falschen Hotel zu den richtigen Antworten – Die deutsche Quizmeisterschaft in Berlin 2020

von Andi STOLZ

Es ist Februar, die Bedingungen im Freien nehmen schon leichte Züge von Aprilwetter an und da steht auch schon das erste ganz große Highlight des Quizjahres an: Die deutsche Quizmeisterschaft.

Auch dieses Jahr hatten wir wieder die große Ehre und das große Vergnügen nach Berlin zu fahren. Wir, das waren Franz, Claudia und ich und wir durften gleich zwei Highlights erleben: Erstens eine wunderbare Veranstaltung die wirklich außergewöhnlich viel Spaß gemacht hat und zweitens haben Claudia und ich unser Lieblingsrestaurant (Addis Abeba) nicht nur einmal, sondern gleich zweimal besucht an dem Wochenende und hätten wir am Montag nicht arbeiten müssen, wir wären am Sonntag vermutlich auch nochmal dort gelandet :-D.

Das erste kleinere Problem tat sich schon vor unserer Anreise auf, wir wurden nämlich, wie ein dutzend anderer Quizspieler*innen auch aus unserem Hotel (das Gold Inn Alfa), welches nur auf der anderen Straßenseite des Veranstaltungsortes lag, ausquartiert. Immerhin, das andere Hotel war in 5 Minuten mit dem Auto zu erreichen und eine durchgehende Rezeption ersparte uns nächtliche Wartezeiten wie im Jahr davor, aber ganz schlau wurde ich aus der Umbuchung nicht, denn es betraf vor allem jene Leute, die schon sehr früh reserviert hatten.

Das falsche Hotel sollte uns aber nicht von richtigen Antworten abhalten, wie wir am Samstag schon zeigen konnten. Dort stand als erstes die Doppelmeisterschaft an, ausgearbeitet von Nick Martin, österreichweit bekannt als Quizmaster im Office Pub in Graz, dem mutmaßlich größten Quizlokal Österreichs. Die Fragen waren durchaus sehr anspruchsvoll, das soll aber bei einer landesweiten Meisterschaft auch so sein. Wie schon bei der EM in Sofia war auch diesmal wieder Jörg Wunsch aus München mein Doppelpartner. Claudia und Franz waren knapp vor uns, das macht aber nichts, es ist immer eine sehr große Freude mit Jörg zu spielen und nächstes Jahr haben wir ja wieder die Chance, mein ewiges Duell mit Claudia zu unseren Gunsten zu entscheiden 😉

Es folgte ein Qualifikationsquiz für das Buzzerfinale. Da ich nicht ausgelost wurde, musste ich in diesem Quiz mein Glück versuchen und mit 30,5 Punkten war das Ergebnis zwar ganz annehmbar, es hat aber leider nicht für das Finale der besten 32 gereicht. Richtig geglänzt habe ich (mit etwas Glück) in der Schätzfrage, da wäre ich nicht einmal 1/10 Promille danebengelegen, nützt mir nur halt nichts, wenn ich sonst zu wenig richtige Antworten habe.

Das Buzzerquiz war trotzdem sehr interessant und es freut mich besonders, dass nicht nur einige Fragen vorgekommen sind, die aus meiner Feder stammen, sondern auch, dass diese Fragen sehr gut angekommen sind. Das hat sich jedoch keinesfalls nur auf meine Fragen beschränkt, alle Fragen waren auf einem sehr guten Niveau und der Bewerb war über alle Runden hochklassig und extrem spannend. Einziger Wermutstropfen war, dass das allseits beliebte Moderatorenduo Stefan Georg und Jürgen Kohlschmidt nicht mehr gemeinsam sondern nur mehr Stefan Georg moderierte. Ein anonym bleiben wollender Quizspieler hofft gar auf ein „schnelles Comeback von Waldorff und Stattler“. Das soll übrigens keinesfalls heißen, dass die Moderation nicht auch dieses Jahr sehr gut war, Stefan Georg hat es wieder geschafft, mit viel unterschwelligem Humor die Fragen zu präsentieren und damit die Spieler*innen zum Nachdenken und das Publikum zum schmunzeln zu bringen, aber das sehr unterhaltsame Ping-Pong Spiel der letzten Jahre war leider nicht mehr zu genießen. Über das Traumfinale am Sonntagnachmittag später mehr.

Es folgte am Abend das Teamquiz. Wie schon im letzten Jahr aus der Feder von Holger Waldenberger und gäbe es einen Sonderpreis für das einbauen von witzigen Fakten in Quizfragen ohne dass sie zu zu lange werden, ich wüsste wen ich nominieren könnte. Das Team „Slllope Artists“ (man beachte das Meidlinger L) mit Claudia, Franz und mir wurde verstärkt von meiner lieben Freundin aus Memmingen Steffi Zimmer. Zusammen haben wir ein durchaus achtbares Ergebnis erzielt und uns teilweise köstlich amüsiert. Das soll aber nicht heißen, dass man nicht hochkonzentriert spielen musste, am Ende war es zumindest für mich ganz gut, dass nicht noch ein Quiz auf dem Programm stand, meine Leistung hätte mit Sicherheit darunter gelitten.

Einige Stunden Schlaf und ein ausgiebiges Frühstück später war ich wieder fit für den wichtigsten Bewerb der Veranstaltung, dem Einzelquiz. Für diese 150 Fragen zeichnete ein Autorentrio, bestehend aus Evelyn Lusga, Sebastian Geschwindner und Dirk Singer verantwortlich. Meine Bandbreite bei den Einzelquiz der DQM scheint nicht nur sehr groß zu sein, es geht auch stark hin und her. Vor 2 Jahren in Potsdam ein sehr gutes Ergebnis, letztes Jahr Totalabsturz, dieses Jahr das Ergebnis aus Potsdam noch übertroffen. Ich muss dazusagen, das Quiz kam mir ein wenig entgegen, weil es in meinen schwachen Kategorien gefühlt etwas leichter war und weil es sehr schöne Fragen waren. Schöne Fragen kommen wir deshalb überdurchschnittlich entgegen, weil auf schöne Quizfragen in der Regel nicht nur ein Quizmaster oder eine Quizmasterin kommt und ich durch meine exzessive Vielspielerei damit einen kleinen Vorteil habe. Ich habe aber auch gut gespielt und meine Chance genutzt (gelingt mir ja wahrlich nicht immer^^).

Gewonnen hat diesen Bewerb Holger Waldenberger mit immerhin 5,5 Punkten Vorsprung und, besonders beeindruckend, 15 von 15 Punkten in Geschichte. Ich hatte 10, möglich gewesen wären 11, aber 15??? Nie im Leben hätte ich auch nur den Hauch eines Ansatzes einer Chance auf 15 Punkte gehabt in meiner an sich stärksten Kategorie (auch wenn ich diesmal in Politik und Wirtschaft 10,5 hatte). Gibt mir ein klein wenig zu denken und es tröstet nicht wirklich, dass überhaupt nur 3 Spieler mehr als 12 Punkte hatten.

Es folgten am Nachmittag die Duelle im Buzzerfinale. Das Spiel um Platz 3 war eine, na sagen wir einmal „bayrische“ Angelegenheit in der sich Schwabe Christoph Paninka gegen den Quizvulkan Manuel Hobiger (aus Würzburg) knapp durchsetzen konnte und seine erste Medaille auf Bundesebene gewinnen konnte. Herzlichen Glückwunsch.

Im Traumfinale standen sich Sebastian Jacoby (mein Buzzerquizvorbild) und Holger Waldenberger gegenüber. Gespielt wurde auf 7 gewonnene Punkte und hätte es wie im Tennis die Regel gegeben, dass man zum Sieg 2 Punkte Vorsprung braucht, es hätte leicht ein Wimbledonmatch Isner gegen Mahut werden können. So entschied Frage 13 zu einem wirklich sauknappen 7:6 für Holger Waldenberger. Alleine für dieses Finale hat es sich ausgezahlt, erst in der Nacht wieder heimzukommen nach Innsbruck (ist ja nicht gerade der nächste Weg).

Ich möchte mich zum Abschluss noch einmal ganz herzlich bei allen Organisator*innen, Moderator*innen und Fragenautor*innen bedanken für das wirklich wunderbare Wochenende und es war sehr schön, wieder so viele nette Menschen zu treffen, die man einfach viel zu selten trifft und es hat uns inspiriert wieder einmal eine Quiztour zu machen.