In seinem Quiz-Blog für quizaustria.at präsentiert ÖQV-Mitglied Tom Krutzler spannende Berichte von ÖQV-Großevents.
>>> Alle Blog-Eintrage von Tom Krutzler <<<
Am Freitag Abend traten 14 Teams zum ersten Champions‘ Club im Rahmen des Alpenquiz im Innsbrucker „Maria Theresia“ an, in Sichtweite der Triumphpforte und auch nicht weit vom Goldenen Dachl. Das Lokal bot ein gutes Ambiente und vorzügliches Essen mit speziellen Menüs für die Quizteilnehmerinnen und Zuschauerinnen.
Organisiert wurde der Event vom ÖQV-Vorstand und moderiert vom Obmann Stefan Pletzer persönlich, was bis auf kleinere Probleme mit dem Mikro auch reibungslos funktionierte.
Im Unterschied zu einem normalen Pubquiz wurden die Teams aus maximal 5 Personen diesmal in einen Turnierraster eingeteilt, so dass es jeweils KO-Duelle um den Aufstieg bzw. eine bessere Platzierung zwischen zwei Teams kam. Außerdem war bei den 8 Fragen pro Runde nicht jede Antwort gleich viele Punkte Wert, sondern das gegnerische Team musste den Fragen Punkte zwischen 1 und 5 zuteilen, welche das andere Team dann für eine richtige Antwort erhielt. (Für alle, die Qutopia spielen, es ist dieses System)
Das führte dann doch zu einigen Überraschungen, denn das „Xindl“ aus Graz (um einen Quizfreund zu zitieren: „Nichts macht Quizzer glücklicher, als sich einen Teamnamen zu überlegen.“) scheiterte aufgrund für sie ungünstiger Punkteverteilung an den Maronibratern, wodurch mit Nick Martin, Bernd Fruhwirth und Ingo Streith gleich drei Personen aus den Top Ten der aktuellen Rangliste aus dem Rennen um den Sieg waren.
Noch war aber nicht aller Hoffnung Ende, da neben dem Preisgeld für die ersten 4 Teams auch ein Bonuspreis für das andere Team ausgeschrieben wurde, das die meisten richtigen Antworten im Bewerb haben würde.
Im Viertelfinale griffen auch die beiden Teams aus der Schweiz ein, die in der 1. Runde ein Freilos hatten (der ÖQV ist ein guter Gastgeber).
Nach mehreren Stunden setzten sich dann die „Slope Artists“ gegen die „Hüttengaudi“ (Name wurde radikal verkürzt) insofern verdient durch, weil sie mit 28 von 32 Antworten auch den Bestwert in dieser Kategorie erzielten. Dritter wurde „Mad Heidi“ aus der Schweiz vor den „bluefooted bumpkins“ (glaub ich, was blaufüßige Tölpel (gemeint sind die Vögel) bedeutet, siehe oben zum Thema „Teamnamen und glücklich“).
Den Bonus Preis erreichten „Abbärtig“ mit 26 von 32 knapp vor „Xindl“ (25).
(vollständige Ergebnisliste kommt sicher bald auf www.quizaustria.at )
Frage des Abends: Aus welcher Band machte Peter Gabriel den Exodus?
Kurz vor Mitternacht wurde auch noch die Auslosung für die Andreas-Kröll-Trophy durchgeführt. Während sich die 9 österreichischen Teilnehmerinnen in einem simplen Qualifikationsprozess (nachzulesen auch hier ALPENQUIZ 2024: Die Finalist:innen stehen fest! | ÖQV (quizaustria.at)) über die Blitz-Quizze, Ö80 und spezielle „Last Quizzer Sitting“ Events für ein Semifinale in Wien, Graz oder Innsbruck qualifizierten, wo dann in je drei Runden die drei Finalistinnen über ein „Last Quizzer“ ermittelt wurden, war das Prozedere in der Schweiz wesentlich komplizierter und aufwändiger: Es kamen die ersten 9 der Quizrangliste, die Zeit hatten. J
Um ein Viertelfinale mit je 4 Personen aus der Schweiz und Österreich zu garantieren, wurden die Gruppen länderspezifisch ausgelost.
Dann durften die Teilnehmerinnen endlich ins Bett (oder ins Nightlife).
Der Samstag begann um kurz vor 10 Uhr mit einer Regelerklärung, dass die Dreiergruppen zunächst in drei Duellen 6 Gruppensiegerinnen und 2 beste Gruppenzweite ermitteln. Gespielt wurde auf zwei Courts, moderiert von Stefan (Gruppenphase) und Nick Martin (Gruppenphase und KO-Duelle), und in zwei Sprachen (Deutsch und Englisch). Die Duelle hatten je 8 Fragen, wobei jeder eine Punktezahl zugeordnet war, die aber erst nach Auswahl der Kategorie bekannt gegeben wurde. Dies sorgte für einen durchaus gewollten Glücksfaktor, der u.a. auch dazu führte, dass sich nicht immer die Favoriten durchsetzten.
Die vier Viertelfinali waren allesamt sehr knapp und wurden erst in der letzten Frage entschieden. Dagegen waren die beiden Semis sehr früh entschieden, wie auch das Spiel um Platz 3, in dem sich Paul Roger Ratcliffe gegen Johannes Eibl durchsetzte. Damit gingen die ersten drei Plätze an die Schweiz (siehe oben zum Thema guter Gastgeber).
Im Großen Finale wurden sogar 16 Fragen gespielt. Rajan Thambehalli erspielte sich gegen Prakhar Gupta eine deutliche Führung nach 8 Fragen, aber vor den letzten beiden Fragen war plötzlich Prakhar vorne, da er eine falsche Antwort von Rajan durch eine richtige ersetzte.
In der vorletzten Frage wusste Prakhar die richtige Antwort, traute sich aber ob des drohenden Punkteabzugs nicht, diese zu äußern, wodurch Rajan mit der richtigen Antwort auf die allerletzte Frage doch noch den Sieg erreichte.
Herzlichen Glückwunsch dazu!
(vollständige Ergebnisliste kommt sicher bald auf www.quizaustria.at )
Besten Dank auch an die Organisation durch den ÖQV (Samstag waren wir sogar vor dem Zeitplan fertig!), die Moderatoren, das Schiedsgericht (Astrid, Daniel, Peter) das auch knifflige Fälle zu lösen hatte, die Helferlein im Hintergrund (Urkunden, Formulare, Aufbau und Abbau), die Fragenautorinnen, die Fragenprüferinnen und alle, die ich vergessen habe.
Da die Finanzierung für zehn Jahre garantiert ist, sollte der zweiten Auflage 2025 nichts im Weg stehen. Darauf freuen sich schon alle, die bei der Premiere dabei waren. Danke Andi, für das schöne Vermächtnis.
