Archiv der Kategorie: Sowieso Andi

Yhprums Law – Wie alles funktionierte um uns einen wunderbaren Quizabend in Aflenz zu bescheren

von Andi STOLZ

Wer kennt Murphys law nicht? Manchmal geht einfach alles schief. Nicht so am vergangenen Wochenende, da hat wirklich alles gepasst. Um zu verstehen warum diese Geschichte besonders schön und unterhaltsam ist, dafür müssen wir einige Wochen zurück spulen.

Vor einigen Wochen reichte ich 10 Fragen für unsere Xs Runde ein. Diese werden nicht nur hier auf der Seite des ÖQV veröffentlicht, sondern auch im Quizblog auf der Homepage der österreichischen Tageszeitung DerStandard. Dort gibt es auch immer eine kleine Beschreibung des Autors und über mich stand dort folgendes zu lesen:

„Andreas Stolz ist wohl einer der leidenschaftlichsten Quizzer Österreichs – er hat gefühlt jedem Pubquiz zwischen dem Boden- und dem Neusiedler See schon einmal einen Besuch abgestattet. Auch die Nachbarländer sind vor ihm nicht sicher, so reist er regelmäßig auch nach Zürich, Berlin oder Memmingen zum Quizspielen. Er ist auch eines der Gründungsmitglieder des Österreichischen Quizverbandes.“

In einem der vielen Kommentare unter meinem Quiz war dann folgendes zu lesen:

„Bei meinem Pubquiz war Herr Stolz aber noch nie“

Jetzt ist Aflenz leider wirklich nicht der nächste Weg aus Innsbruck, aber die Quizgötter meinten es gut mit uns (Claudia und mir), denn das Quiz im "Sublime" in Aflenz fand bisher immer nur einmal pro Monat (ab kommenden Jahr 2mal pro Monat) statt und zwar an einem Freitag.

Freitag ist zwar ein ungewöhnlicher Quiztag aber umso besser für mich, denn erstens gibt es an einem Freitag kein regelmäßiges Quiz bei dem ich sonst immer spiele und zweitens ist es zum Spielen außerhalb von Innsbruck perfekt, weil ich an einem Samstag nicht arbeiten muss.

Doch wie kamen wir nun nach Aflenz? Nun, wir haben uns einfach mit Quizmaster Wolfgang in Verbindung gesetzt und er hat sich, genauso wie wir beide, gefreut, dass wir seinem Quiz einen Besuch abstatten. Das Beispiel darf übrigens gerne Schule machen, ich freue mich immer sehr, wenn ich die Möglichkeit bekomme bei einem neuen Pubquiz zu spielen.

Das Quiz in Aflenz kann ich übrigens nur wärmstens empfehlen. Wolfgang hat das, was ich den Quizmasterinstinkt nennen würde: Er kann nicht nur lebendig und witzig seine Fragen vortragen, er hat vor allem die Gabe den Schwierigkeitsgrad sowohl der einzelnen Fragen, als auch jenen des gesamten Quiz so anzupassen, dass die Fragen nicht zu leicht sind, aber auch nicht in die Gefahr kommen zu frustrieren, weil sie zu schwer sind.

Wolfgang hat uns auch an ein lokales Team vermittelt mit dem wir uns nicht nur super verstanden haben, wir haben uns auch sehr gut ergänzt. Das Film und Musikwissen, welches ich dort gesehen habe, war wahrlich nicht von schlechten Eltern. Lokales Team trifft es übrigens gleich doppelt, denn mit im Team war auch Klaus, der nicht nur Betreiber des Lokals ist, sondern auch selber immer wieder als Quizmaster fungiert.

Ganz allgemein will ich diesmal besonders hervorstreichen, dass das Quiz in Aflenz der beste Beweis dafür ist, dass es keine Großstadt für ein tolles Quiz braucht. In Großstädten wie Wien, Graz oder Innsbruck 50 Quizbegeisterte in ein Lokal bringen ist zwar nicht nichts, aber eine durchaus lösbare Aufgabe. In einer 2436 Seelen Gemeinde wie Aflenz ist das doch eine erwähnenswerte Leistung, die aber auch zeigt, dass sich der Quizsport völlig unabhängig von Größe der Stadt oder Gemeinde großer Beleibtheit erfreut.

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, natürlich bei Claudia, die mit mir den tollen Quizausflug unternommen hat, bei unserem Team in Aflenz, beim Team des Sublime und vor allem bei Wolfgang für die nette Einladung und für das tolle Quiz. Ich freue mich schon darauf, wenn ich das nächste Mal die Gelegenheit bekomme in Aflenz zu spielen.

Verkehrte Welt im Deutschlandcup

von Andi STOLZ

Das Quizjahr neigt sich dem Ende zu. Besinnlich wäre wahrlich das falsche Wort, wenn ich mir anschaue, wie viele Fragen, Quiz und Tage ich seit Oktober gespielt habe, aber das ist eine andere Geschichte.

Aufgrund mehrerer Terminkollisionen hatten wir diesen Monat die große Ehre, in München zu spielen. Das ist damit immerhin schon der vierte verschiedene Standort, an dem ich den Deutschlandcup gespielt habe.

Proktor in München ist mein Doppelpartner bei der EM in Sofia, Jörg Wunsch. Im Gegensatz zu Memmingen ist das Rahmenprogramm dort etwas abgespeckt, dafür geht es sehr zügig voran. Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass wir unter der Woche und am Abend gespielt haben.

Wir begannen mit dem Spezialcup Wissenschaft, auf den ich mich sehr gefreut habe. Es lief auch sehr gut. Der Cup war auf der leichteren Seite und mit 43,5 Punkten war ich ganz zufrieden. Mit mehr Naturwissenschaft in den Fragen wäre das Ergebnis vermutlich noch besser geworden, aber ich kann den Cup nur empfehlen, wenn man sich an die Kategorie herantasten will. Es gab übrigens wieder eines der vielen Unentschieden zwischen mir und Claudia, auch sie hatte 43,5 und selten aber doch, wir hätten uns gut ergänzt, da wir sehr unterschiedliche Fragen richtig beantworten konnten.

43,5 Punkte wären an sich auch eine Hürde für den Deutschlandcup. Zwar ist mein Ziel dort immer 50+, aber wenn der Cup schwerer wird, dann wären auch 43,5 ein gutes Ergebnis. Kein wirklich gutes Ergebnis waren jedoch meine 32,5 Punkte. Auch wenn diese niedrige Punktezahl eher dem Schwierigkeitsgrad des Cups als meiner Unfähigkeit geschuldet ist, 11(!) Punkte im Spezialcup mehr zu haben als im Deutschlandcup ist fast schon rekordverdächtig, ob ich diesen meinen „Rekord“ noch jemals toppen werden kann, ich bezweifle es.

Im Städtecup ging es um nichts mehr, München war stärker auf dem zweiten Platz einzementiert als die Dominanz von Mikaela Shiffrin im Slalom. Die Spielweise ist übrigens sehr interessant und mMn. auch effektiv, da jeder den Cup zuerst leise für sich selbst durcharbeitet und dann erst die Vorschläge gesammelt und diskutiert werden. Auch wenn so bei einer großen Gruppe die Doppelgleisigkeit Zeit kosten kann, die meisten Fragen sind extrem schnell gelöst und man spart sich sehr viel Zeit, weil laut vorlesen einfach langsam ist.

Vielen lieben Dank, dass Claudia und ich in München spielen durften, es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben viele nette Menschen wieder getroffen. Bis hoffentlich sehr bald (vorzugsweise spätestens im Februar in Berlin).

Oberwasser im Oberland

von Andi STOLZ

Gut Ding braucht ja bekanntlich Weile, so viel Zeit hätten wir uns dann aber auch nicht lassen müssen. Eineinhalb Jahre ist es her, da haben wir zum ersten Mal in Landeck in der Zone 82 gespielt, jetzt haben wir es wieder geschafft. Wie schon damals haben mich Claudia und Hannes begleitet und wie schon damals bekamen wir spontan vor Ort Verstärkung.

Im Gegensatz zum Juli 2018 war es diesmal kein Fußball Spezialquiz, sondern eine breite Auswahl aus den verschiedensten Themengebieten.

Hervorheben will ich nicht nur die breite der Themengebiete, sondern die hervorragende Fragenauswahl bei der Musikrunde. Da war alles dabei, von interessanten Fakten über Hörbeispiele bis hin zu übersetzten Liedtexten. Diese Runde ist wirklich ein Highlight, alleine dafür zahlt sich die, von Innsbruck aus eh nicht so lange, Anreise aus. Überhaupt sind die Fragen zwar leichter als in Innsbruck, aber sehr kreativ ausgedacht. Und es sind viele Fragen dabei für Leute die maximal einmal die Woche zum Pubquiz gehen, aber auch Fragen für Vielspieler wie mich.

Die Spezialrunde (in der uns Claudia übrigens 6 sehr wichtige Punkte erspielt hat) musste man diesmal eine halbe Walnussschale von Bauchnabelhöhe fallen lassen und zwar auf ein Feld mit Zielringen wie beim Bogenschießen. Gerade bei der Runde zeigt sich, dass Körpergröße nicht alles ist – bzw. eine geringe Körpergröße sogar von Vorteil sein kann.

Auch diesmal hatten wir wieder lokale Verstärkung durch 2 junggebliebene Mitarbeiter*in des KH Zams, die uns geholfen haben, tatsächlich zu gewinnen. Knapp ist es am Ende geworden, sehr knapp. Ganz allgemein will ich mich nicht nur beim Quizmaster für die tollen Fragen bedanken, sondern die Organisation und Location loben: Das Quiz ist kurzweilig, macht sehr viel Spaß und die Hütte ist (völlig verdient) gesteckt voll. Ich hoffe bald wieder dort spielen zu können, wer uns aus Innsbruck begleiten will, ist herzlich eingeladen.

Herbstwetter und Quizfrühling – die bayrischen Quizmeisterschaften in Regensburg 2019

von Andi STOLZ

Wenn es Herbst wird, füllen sich nicht nur die Hörsäle, auch die Quizlokalitäten sind wieder ein Magnet für Jung und Alt. Das betrifft nicht nur die Pubquizlokale in Europa und weltweit, auch regionale, nationale und internationale Meisterschaften finden sehr häufig im Herbst statt.

Mit großer Freude durften Claudia, Franz und ich auch dieses Jahr die bayrischen Quizmeisterschaften besuchen. Nachdem ich die beiden letzten Jahre schon in München dabei war, ging unsere Reise diesmal ins von Innsbruck doch etwas weiter entfernte Regensburg. Unsere Anreise fand deshalb schon am Tag vor den Meisterschaften statt, was wir standesgemäß für ein deftiges bayrisches Abendessen nutzten.

Der Ort der Veranstaltung war die KHG Regensburg, ein Studierendwohnheim mit großem Veranstaltungssaal, was gleich aus mehreren Gründen ein Glücksfall war: Zuerst ein sehr praktischer, die gesamte Veranstaltung war nämlich komplett barrierefrei. Zweitens war ausreichend Platz für die vielen begeisterten Spielerinnen und Spieler. So viel Platz, dass es ruhig noch mehr sein hätten können. Drittens gab es nicht nur Verpflegung in Hülle und Fülle, man wurde geradezu kulinarisch verwöhnt.

Erster Programmpunkt waren die Teammeisterschaften. 6 Runden a 10 Fragen und es gewannen mit unfassbaren 51 Punkten, Platz 1 in jeder Runde und 12 Punkten Vorsprung auf Platz 2 das Team „Die Nichtbayern“, hochkarätig besetzt mit Christoph Paninka (Schwaben), Manfred Lachmann (Franken), Dirk Vielhuber (ursprünglich aus Hamburg) und Lorcan Duff (Irland). Das war schon eine Machtdemonstration der Extraklasse, bin gespannt wie das im kommenden Jahr wird, ich vermute wieder sehr knapp. Claudia, Franz und ich wurden von Jürgen Sienel verstärkt, mit 30,5 Punkten haben wir es erst in Frage 60 geschafft, die 50% Marke zu überschreiten. Das war eine im Vergleich sehr gute Leistung, vor allem sind wir trotz der immer schwerer werdenden Fragen wunderbar in einen Spielfluss gekommen, der sehr viel Spaß gemacht hat. Sehr schwer waren die Fragen auch im Einzelbewerb. Ich weiß offenbar weniger über unsere direkten nördlichen Nachbaren als mir lieb ist. Vom Schwierigkeitsgrad her hat es mich stark an den Deutschlandcup im Oktober erinnert. 85 Punkte wurden jedoch dann doch erreicht von Martin Ehrl, der bewiesen hat, dass es auch bei sehr schwierigen Fragen möglich ist, in höhere Sphären vorzustoßen.

Als Rahmenprogramm gab es zum Abschluss wieder ein Buzzerquiz bei dem sich Christoph Paninka knapp gegen Manfred Lachmann durchsetzen konnte. Traditionell bin ich, wie bei den letzten beiden Ausgaben, auch diesmal gegen den Sieger ausgeschieden in einem wirklich sehr spannenden Viertelfinale: Christoph 5, Manuel Hobiger 4 und ich ebenfalls mit 4. Dabei wäre meine Aufholjagd so schön gewesen. Mit Christoph gab es nicht nur einen verdienten Sieger, er ist auch mitverantwortlich, dass gerade viele Memminger Spielerinnen und Spieler zum erweiterten Favoritenkreis bei einem Buzzerquiz gehören.

Bei den bayrischen Meisterschaften werden die Fragen beim Buzzerquiz eingesandt. Die Qualität der Fragen ist dabei sehr hoch und auch wenn die Fragen im Schnitt schon etwas einfacher sind als beim Einzel- oder Teambewerb, so sollte man das Niveau nicht unterschätzen. Besonders freut es mich, dass diesmal einige Fragen vom P-Seminar Quiz vorkamen, denn wenn man in (sehr) jungen Jahren nicht nur viele Fragen beantworten kann, sondern auch gute Fragen stellen kann, zeigt das viel Potential im Quizsport. Nur weiter so, aus Regensburg werden wir noch hören!

Es hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Wir haben sehr viele sehr nette Menschen wiedergetroffen (einige werden wir auch kommendes Wochenende in Sofia wiedersehen), wir haben hervorragend gespeist und sehr viele sehr tolle Fragen gespielt. Ich will mich ganz herzlich bei noch bei Thorsten Zirkel für die kurzweilige und ausgezeichnete Moderation bedanken, beim P-Seminar Quiz für die tolle Organisation der Veranstaltung und die großartige Verpflegung sowie bei Kerstin sowohl für die Veranstaltung als auch für ihren großen Beitrag in der Nachwuchsförderung im Quizsport.